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Es ist kurz nach 14:00 Uhr als wir weiterfahren. Es ist noch immer trüb aber trocken, ebenso auf der Weiterfahrt. Da wir recht gut vorankommen, dass heißt es gibt eine Staus, können wir uns nach weiteren ca. 150km eine weitere Pause gönnen. Wir haben noch reichlich 100km vor uns, als wir gegen 15:45 Uhr weiter fahren. Ungefähr eine Stunde vor Anfahrt der Fähre haben wir Hirtshals erreicht. Ich kaufe das Ticket, dann heißt es warten. Während dessen kommt ein Norweger mit eine BMW F850 - er war 10 Tage durch Österreich, Italien, der Schweiz und Deutschland unterwegs. Die Fähre legt pünktlich ab und viertel nach 20 Uhr haben wir Kristiansand in Norwegen erreicht. Aus dem Hafen heraus suche ich gleich noch einen Geldautomaten. Als wir flüssig sind verlassen wir Kristiansand Richtung Westen, Richtung Bergen, mit der Suche nach einer Hütte für die Nacht. Auf dem Campingplatz "Aros3" bei Tangvall werden wir fündig. Der "Chef" fragt etwas lächelnd: "für eine Nacht?" na O.K. normalerweise kostet die Hütte 750NOK - wir bekommen einen Spezialpreis von 500 NOK. Ob's tatsächlich an dem ist, wir werden es wohl nie erfahren. Es ist kurz vor halb Zehn am Abend und im Laufe des nächsten Tages werden wir die "Frage" "für eine Nacht?" verstehen. Nach ca. 470km Fahrt und reichlich 10 Stunden auf Achse, steht uns der Sinn nach Schlaf.

             m Dienstagmorgen regnet es als wir aufwachen. Gegen halb 10 ist es trocken von oben und ich fahre erst mal die 3 – 4           Kilometer in den Supermarkt im Ort um ein wenig einzukaufen. Es ist ja bekannt, dass Norwegen nicht ganz billig ist,            umgerechnet 25 bis 30 Euro und  man sieht  nicht wirklich viel im Einkaufskorb. Nach etwa einer halben Stunde bin ich              zurück und  wenig später beginnt  es nicht nur  zu regnen, sondern auch zu stürmen. Das geht  dann den  ganzen restlichen Tag so weiter, nur die Intensität wechselt. Als es gegen 18:00 Uhr zumindest wieder einmal trocken von Oben ist, geht Kseniya spazieren und ich „verlängere“ die Hüttenübernachtung um eine Nacht. An der Rezeption ist heute ein anderer und er fragt mich, was ich gestern bezahlt habe. ???
Kseniya kommt mit Pilzen von ihrem Ausflug zurück. Den Abend verbringen wir mit der Zubereitung und dem Verspeisen derselben. Dass ich jetzt diese Zeilen schreiben, bestätigt dass diese Pilze genießbar waren. Der Wetterbericht, zumindest die Wetterkarte im Fernsehen hatte bessere Aussichten für den nächsten Tag „versprochen“.

Am nächsten Morgen regnete es zuerst noch, aber bis wir kurz nach 11 los kommen, war es erst einmal trocken von oben und das besserte sich, je weiter wir Richtung Norden fuhren. Ein paar Kilometer auf der E39 zurück Richtung Kristiansand, dann bog ich ab auf die kleinere 461. Später ging es auf eine noch kleinere Verbindungsstraße (Fv107) bis wir auf die E9 stießen. Aber auch auf den größeren Europastraßen ist in Norwegen nicht sooo viel los, sodaß wir trotz allem gemütlich fahren konnten. 3 Kilometer vor Byglandsfjord - nach heutigen 70km - machen wir auf einem Parkplatz an einem größeren Fluß eine Rast. Hier hat es in den letzten Tagen mächtig geregnet. Das lässt auch der Wasserpegel der Otra - so heißt der Fluß - erahnen. Bei der Weiterfahrt werden wir in Byglandsfjord an einer Kreuzung angehalten und auf eine Umleitung wegen der Sperrung der Hauptstraße aufmerksam gemacht. Die E9 führt am Ostufer entlang und ist wegen Felsabgängen / Steinschlägen gesperrt. Wir müssen nun am Westufer knapp 30km auf der schmalen Fv304 entlang fahren. Reichlich 10km nachdem wir wieder auf der E9 sind, schickt mich das Navi (Routingeinstellung auf kürzeste Strecke) wieder über eine kleine Brücke auf die andere Flußseite und wir fahren auf der (Fv107) weiter. Irgendwann wird diese unbefestigt und dann kommt eine geschlossene Schranke mit einem Hinweis auf „privat“.             seniya ermuntert mich aber trotzdem an der Schranke vorbei weiter zu fahren. Gut. Es geht unbefestigt weiter. Nach ein           paar Kilometern kommt eine weitere Schranke, die aus der anderen Richtung. Bei Straume stoßen wir wieder auf die E9          und machen wieder eine kleine Pause. Als die 45 Richtung Dalen abzweigt, folge ich dieser. Es geht bergauf, auf ein kleines           Hochplateau in etwas 900m. Nach Dalen geht es innerhalb weniger Kilometer auf wenige Meter über Null hinunter. In Dalen tanke ich zuerst, dann gehen wir in einen Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einkaufen und essen einen Happen. Dann fahren wir weiter nach Amot, wo wir auf die E134 - die Verbindungsstraße nach Bergen - treffen. Ich fahre Richtung Edland, denn kurz hinter Edland ist der Campingplatz „Flothyl“. Auf dem will ich eine Hütte nehmen. Es war der erste Campingplatz auf meiner ersten Norwegenreise im Jahr 2000. Es ist noch fast wie damals. An der "Rezeptionshütte" ein Zettel, dass man sich eine Hütte aussuchen soll - später kommt jemand zum kassieren vorbei. Die Preise sind allerdings gestiegen. Für den Hüttentyp (es gibt 3 Größen) den wir (mein Luxemburger Kumpel Jan und ich) auch damals hatten kostet mit 250NOK 100 Kronen mehr. 150NOK waren damals ca.35DM - 250NOK heute entsprechen ca.33. Kseniya zieht noch einmal um, in die Nachbarhütte. Wir köcheln, haben auch wieder Pilze gefunden. Da hier nur eine einfache elektrische Kochplatte steht, hole ich die aus der "unbewohnten" Nachbarhütte noch, so können wir die Pilze "parallel" zu den Teigwaren kochen und braten und / oder auch heißes Wasser für Tee bzw. Kaffee. Gegen 22:30 Uhr gehen wir schlafen.
 
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