Am Kreuz Crailsheim biegen wir ab auf die A7 Richtung Süden und fahren noch ca. 40km bis Aalen. Hier geht es dann weiter auf der B29 Richtung Stuttgart. Es ist wieder einmal trocken, aber der Himmel schaut gefährlich schwarz aus. Ich überlege schon uns vorsichtshalber irgendwo unter zu stellen, aber vom großen Regen bleiben wir diesmal verschont. Kurz hinter Göppingen tanke ich nach 450km in Uhingen und melde auch gleich unser baldiges Eintreffen bei Frank an. Gegen halb sechs haben wir unser Ziel erreicht.
Kseniya wird von Anja aus deren "Altbeständen" noch mit Stiefeln, einer zusätzlichen Regenjacke und noch einem warmen Kuschelpulli ausgerüstet. Wir essen lecker zu Abend und trinken einen leckeren Bordeaux, quatschen noch ein wenig und legen uns gegen Mitternacht schlafen. Hiermit auch noch einmal Dank an Anja und Frank für Kost und Loggi.

        m Sonntagmorgen stehe ich  kurz vor sieben auf. Frank "werkelt" schon herum. Draußen nieselt es. Die 2 Frauen scheinen            mit dem "Munterwerden" das gleiche "Problem" zu haben. Zehn vor zehn fahren wir los. Frank mit einer R1150GS, Anja mit              einer V-Strom und Kseniya zusammen mit mir auf der alt ehrwürdigen R100GS. Es macht noch immer feucht von oben.
               Gleich erst  einmal auf der A8 bis Ulm. Unterwegs wird es  trocken von oben ist aber  noch stark bewölkt. Na solange die 20 bis 40% des Wetterberichtes eintreffen, will ich mal zufrieden sein. Auf der B10 durch Ulm, dann auf die A7. Am Rastplatz Illertal bei Memmingen dann nach etwa 140km die erste Pause. Es ist trocken. Weiter geht es bis zur letzten Ausfahrt auf deutschem Boden, damit wir nicht für vielleicht 30km österreichische Autobahn das Pikerl kaufen müssen. Kurz hinter Bregens beginnt es wieder einmal zu regnen. Wir steuern die Autobahnraststätte "Rheintal" Höhe Vaduz an. Hier trinken wir einen Kaffee und essen eine Kleinigkeit. Anja tankt. Frank und ich "warten" noch ein bisschen. Nach etwa einer Stunde fahren wir weiter. Kurz hinter Chur wird die Autobahn Richtung San Benardino teilweise einspurig. Jetzt kommt sogar ab und zu die Sonne zwischen den Wolken hervor. Es geht allmählig aber stetig bergauf und wird kühler. An der letzten Tankstelle vor dem San Bernardinotunnel - in Sufers - tanken nun auch Frank und ich. Es geht gleich weiter. Als wir nach 6,6km auf der "Südseite" wieder aus dem Tunnel heraus kommen, liegt rechts und links neben der Fahrbahn Schnee.
So wie wir tiefer kommen (auf 14 Streckenkilometern geht es ca. 1000 Höhenmeter tiefer) wird es wieder wärmer, aber wir fahren in eine dichte Nebelwand hinein. Es sind kaum mehr als 40km/h möglich. Irgendwann sind wir aber auch durch diese Nebelschicht durch. Es ist trocken und um einiges freundlicher als auf der Alpennordseite. An der letzten großen Raststätte vor der italienischen Grenze, der Raststätte Coldrerio, machen wir wieder eine größere Rast und tanken trotz der erst ca. 120km noch einmal voll, denn in Bela Italia kostet der Sprit mittlerweile um 1€90!
Wir fahren weiter nach Italien, bezahlen schon nach 15km 2€ und bei Mailand noch einmal 2€70 Maut, dann geht es weiter auf der A7 Richtung Genua, später biegen wir Richtung Savona ab. Etwa 100km vor unserem heutigem Ziel, dem Fährhafen Savona (Galerie 1), machen wir noch eine Rast, essen und trinken etwas. In Savona zahlen wir 11€20 Maut für 160km und erreichen nach den restlichen 7 bis 8km gegen 19:00 Uhr den Hafen. Es geht alles zügig und flott, wir beziehen unsere Kabine und legen auch pünktlich um 21:00 uhr ab.
Wir spazieren noch ein wenig über das Schiff (Galerie 2) und lassen uns von den letzten Sonnenstrahlen erheitern. Dazu trinken wir eine Flasche Pietra (korsisches Bier). Gegen 23:00 Uhr lege ich mich in die Koje, Kseniya hat noch mit anderen Motorradfahrern ihren Spaß.

Am Montagmorgen gibt es um halb sechs die erste Durchsage als "Weckruf" in französisch, italienisch und englisch. Eine halbe Stunde später das zweite Mal. Das Wetter bei der Ankunft "is fine, the temperature is 20°C". Durch's Fenster sehe ich, daß wir schon recht nah an der Küste sind und "jage" Kseniya aus dem Bett. Schnell packen, etwas Wasser ins Gesicht werfen und schon ertönt die Durchsage, daß das Fahrzeugdeck geöffnet ist. Kurz nach halb sieben fahren wir von Bord und es ist noch nicht um 7, als wir Bastia Richtung Saint Florent (Galerie 3) unterwegs, verlassen haben. In Hafen von Saint Florent setzen wir uns im Hafen in ein Straßencafé und machen in der Sonne Frühstück. Auch auf Korsika scheint es in den letzten Tagen geregnet zu haben, stellenweise läuft in den Bergen das Wasser in kleinen Bächen über die Straßen.
Nach ein oder eineinhalb Stunden fahren wir weiter bis Ille Rousse, wo wir am alten Hafen (Galerie 4), am Leuchtturm die nächste große Pause machen. Bevor wir weiter die Westküste Richtung Süden fahren, tanken wir erst noch, zwar sind wir erst reichlich 300km mit dieser Tankfüllung gefahren, aber an der Westküste sind die Tankstellen dünner gesät und Anja muß sowieso tanken. Kurz hinter Calvi geht es wieder direkt an der Küste entlang. Diese Straße ist nicht nur recht schmal sondern auch in schlechtem Zustand. Etwa 20km vor Porto trinken wir bei einer weiteren Pause einen Café. Es ist 15:00 Uhr als wir weiter fahren.
Vor und hinter Porto ist die Straße besonders eng und kurvig. Hier sind dann natürlich auch Reisebusse unterwegs, welche die Straße verstopfen. Die nächste kurze und letzte Pause ist am "Herzen Korsika's". Kseniya ist wieder etwas schlecht. In Cargèse beschließen wir, der nächste Campingplatz am Meer gehört uns. In meinem Navi ist da der Campingplatz Lisca eingetragen. Die Strecke zwischen Sagone und diesem Campingplatz sowie die dazwischen liegende Ortschaft Tiuccia sind in meiner Papierkarte (ja so etwas habe ich auch noch dabei) mit einem gelben Textmarker markiert. Von wem und weshalb auch immer - von mir sicherlich nicht!
Es ist halb sechs, als wir auf dem Campingplatz nach heutigen 240km Quartier beziehen. Die Auswahl um das Zelt aufzubauen ist groß, zu groß! Kseniya ist kaputt. Ich baue das Zelt auf und räume es ein. Anschließend fahre ich mit Frank noch einmal Lebensmittel einkaufen. Wir kochen Abendessen und trinken noch ein Pietra dazu, Wein gibt es morgen.

            s ist halb zehn, als wir aus den Schlafsäcken kommen. Wir machen Frühstück und gehen duschen. Das Ganze zieht sich             bis etwa High Noon hin. Dann gehen wir Richtung Strand, der befindet sich auf der anderen Straßenseite. Wir setzen uns             zum Sonnen auf einen Felsen (Galerie 5), zum Baden im Wasser ist Dieses noch zu kalt, bzw. die Luft ist               noch nicht so heiß, daß man ins Wasser "getrieben" wird. Um 15:00 Uhr gehen wir zurück, die Geschäfte in dem Örtchen Masorchia sind allesamt noch geschlossen, so gehen wir erst einmal zum Zelt. Frank, Anja und ich gehen gegen fünf noch einmal los und noch immer sind die Geschäfte bis auf eine Boutique geschlossen. In dieser Boutique erfahren wir, daß heute (08. Mai) Feiertag ist, aber etwa 3km weiter, an einer Tankstelle ein Markt ist der geöffnet hat. Wir beschließen einen Spaziergang dorthin zu machen und ziehen los, immer an der Straße entlang. Von dort aus noch 500m weiter, damit Anja noch Lungenbrötchen kaufen kann und die gibt es in Frankreich nur in bestimmten "Tabak" Läden. Nach etwa 2 Stunden sind wir gegen 19:00 Uhr wieder auf dem Campingplatz.
Zum Abendessen kochen wir Reis. An diesen Reis kommen Paprika, Knoblauch und der Rest einer scharfen Soße sowie ein paar Gewürze. Wir trinken noch unsere 2 Flaschen Rotwein, dann gehen Anja und Frank noch zum Strand spazieren, Kseniya und ich gehen gegen halb zehn schlafen.

Mittwoch, der 09. Mai. Aufstehen wieder nach neun. Gut wir haben Urlaub, aber ich kann nicht verstehen wie Kseniya es in ihrem Winterschlafsack mit Fleeceinnenschlafsack so lange aushält. Heute wollen wir nach Ajaccio der Geburtsstadt Napoleons und der heimlichen Hauptstadt Korsika's fahren. Es ist wieder gegen 12 Uhr Mittag als wir los kommen, aber es sind auch nur knapp 30km. Wir stellen unsere Motorräder an der Hafenpromenade zwischen vielen anderen Motorrädern ab und schlendern durch die Straßen (Galerie 6). Trinken einen oder 2 Café hier, essen ein Eis dort und trinken noch einen Café, denn Kseniya muß auf die Toilette und die ist hier nur "Only for Costumer".
Von heute bis Sonntag findet die Korsikaralley statt. Anzeichen bekommen wir auch hier mit. Gegen 17:00 Uhr rüsten wir zur Rückfahrt. Die ersten 3, 4 oder waren es doch 5 oder 6km oder gar nur 2km - ich weiß es nicht. Jedenfalls waren die Fußgänger auf dieser Strecke schneller unterwegs. Chaos pur. Dann unterwegs in einem Megashopcenter am Rand von Ajaccio noch einkaufen. Für mich ⇒ die Hölle.
Endlich wieder auf dem Campingplatz kochen wir Kartoffeln und essen Diese zusammen mit Dippsoßen, Salz und Butter. Heute Abend trinke ich "nur" 2 Flaschen Pietra (â 0,33l - gibt es auch als 1 Liter Flasche), bevor ich wieder gegen halb zehn in den Schlafsack krieche.
 
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