Der "Abbruch" einer Urlaubstour
oder wenn mir selbst Moppedfahren keinen Spaß macht


Es war eigentlich schon sehr lange geplant, geplant seit fest stand, daß das MRT nicht wie üblich am ersten Septemberwochenende sondern - weßhalb auch immer - in diesem Jahr am letzten Augustwochenende stattfindet. Geplant zum MRT zu fahren und von da aus über die Woche Richtung Frankreich zum Galli-Treffen zu fahren. Anfangs stand noch das Urlaubsproblem, da meine Vertretung für Demmin ebenfalls in dieser letzten Augustwoche Urlaub geplant hatte. Dieses "Problem" erledigte sich aber im Laufe des Jahres. Die letzten 3 Wochen war ich arbeitstechnisch in Leipzig und bin auswärts geblieben. Wieder einmal auswärts mit länger machen und freitags frei haben.
             eine Frau Kseniya  war am 01. August wieder einmal richtig nach Hause in  die Ukraine gefahren, somit stand fest ich              werde diese Tour alleine machen (können). Die Anreise zum MRT in den Harz ist nicht spektakulär und mit etwa 320km            nicht von der sehr großen Strecke. Am Mittwoch dieser letzten Woche hatte ich dann noch eine "Einladung" ins Büro                 bekommen. Ich sollte Freitag kommen, hatte den Termin aber auf Donnerstagnachmittag "vorverlegen" können.
Diese "Einladung" sollte sich als "faules Ei" entpuppen. Ich wurde davon in Kenntnis gesetzt, daß ich nur noch bis zum 30.09. beschäftigt sein werde. Gleichzeitig solle ich aber erst einmal ganz ruhig und entspannt in den Urlaub fahren und am 10.09. erst einmal wieder gut erholt ins Büro kommen. Gleichfalls wurde mir in Aussicht gestellt, falls ich gewillt wäre mich zu Verselbstständigen, würde man bei Auftragsschüben, die immer mal wieder auftreten könnten, gern als Subunternehmer zurück greifen. Man würde mich auch auf jede mögliche Art und Weise bei diesem Gang in die Selbstständigkeit unterstützen. Na klar, erstens mit 50 noch selbstständig machen in einer aussterbenden Branche, dann noch abhängig sein von bestimmten Auftraggebern, sich also dann auch in den Stundensätzen knebeln lassen. Scheinselbstständigkeit nennt man so was auch!
Nun aber weiter. Ich Packe also am Freitagmorgen den Rest, zwischendurch melde / registriere ich mich noch ordnungsgemäß bei der Agentur mit dem großen, weißem "A" im runden, rotem Kreis. Auch die Mitarbeiterin wünscht mir ironischer Weise einen schönen Urlaub. Gegen 13:40 Uhr starte ich bei schönem Wetter Richtung Harz. 4 Stunden später habe ich mein Ziel erreicht.

Naja, auf dem Treffen das Übliche. Erst mal Zeltplatz suchen. Schon mal 2, 3 Bekannte (meinen guten Bekannten Thomas H. aus K.) gesichtet und begrüßt. Dann erst mal Zelt aufbauen und einrichten - fertig. Das Wochenendgeschehen kann seinen Lauf nehmen. Auch einen Bekannten, den ich vor vielleicht 15 Jahren (oder ist es noch länger her) das letzte Mal gesehen habe, der sich vor 2 Wochen wieder bei mir gemeldet hat und mit dem ich mich verabredet habe, treffe ich. Auch meine Bekannte Ute aus Stuttgart kommt wieder (mit jemandem per Auto, da sie ja vor ein paar Wochen einen Unfall hatte). Mein guter Kumpel Role, der damals 2007 mit uns im Oman war ist auch da und noch ein paar andere Bekannte.
Am Abend noch ein paar Bierchen trinken, aber nicht mehr sooo viel als man noch jünger war. Gegen viertel vor eins gehe ich schlafen.
              amstagmorgen, es  ist  durchwachsen  aber  trocken.   Ich   gehe  Frühstücken,  treffe   wieder  den   einen   oder  anderen                Bekannten. Man  latscht wieder über den  Platz, quatscht  mit diesem  oder jenem. Gegen 11 Uhr wird  der Diavortragsaal                geöffnet. Der TÜV ist  heute nicht am Platz, allerdings in irgendeiner Werkstatt zu Gange. Na da  kann ich  auch zu Hause              hin fahren. Im Laufe des Nachmittags geht der eine oder andere Regenschauer nieder, daß merken wir aber nur in der Vortrags- und Mittagspause. Am Nachmittag wird auch wieder der Motorradförderpreis verliehen und der Thomas H. macht doch tatsächlich den ersten Preis. Selbst mich nimmt das emotional mit. Ich freue mich mit ihm.
Am Abend spielt die übliche Liveband mit der üblichen Livelautstärke. Man muß sich also recht laut unterhalten, teilweise anschreien. Wie üblich eben bei Livemusik. Am Abend bleibt es aber trocken - regentechnisch. Trinken tun wir natürlich das eine oder andere Bier oder Radler. Heute gehe ich gegen Mitternacht schlafen. Meine Übernachtung bei Kumpel Role ist am Abend noch "geplatzt", dafür hat mir Ute in Stuttgart wieder einmal ein Lager angeboten.
 
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